Die Collegejacke

© Wollwerth Imagery - Fotolia.com
In diesem Herbst erlebt ein alt bekanntes Kleidungsstück eine wahre Renaissance. Es handelt sich dabei um die Baseballjacke mit Abzeichen auf der Brust, auch Collegejacke genannt, die in dieser Saison so beliebt wie noch nie ist. Eigentlich soll sie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Universität oder zu einem Team suggerieren. Aber trotzdem wird sie nicht selten in einigen Deseigner-Kollektionen neu interpretiert. So kommt es, dass man immer mehr Erwachsenen begegnet, die eigentlich schon längst aus dem College-Alter sind und sich trotzdem mit der beleibten Collegejacke kleiden.
Die Collegejacke ist meist aus fester Wolle und hat ein gestepptes Innenfutter sowie elastische Windstopper-Bündchen. Das macht die Jacke zu der perfekten Übergangsjacke für den Herbst, wenn es denn nicht regnet. Und sie lässt sich leicht kombinieren – egal ob mit Jeans, Jogginghose, Hemd oder Krawatte. Häufig wird sie von Frauen sogar zu einer Seidenbluse oder aber zum Paillettenkleidchen getragen.
Die heute so verbreitete Collegejacke wurde ursprünglich in Harvard entwickelt. Die ersten Jacken aus dem Jahr 1865 trugen ein geschnörkeltes “H” mittig auf der Jacke. In den Vereinigten Staaten nennt man die Jacke teilweise auch heute noch “letterman” oder “varsity jacket”. Damals bekamen ausschließlich die besten Sportler des Harvard-Baseballteams die H-Jacken. Im Gegensatz dazu wird die Jacke heute von jedermann getragen.