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Der Ursprung von Trachtenkleidung
Trachtenkleidung ist nicht für jeden ein Augenschmaus. Allerhöchstens zur Wiesn tragen sie alle mit einem Schmunzeln und ein bisschen Stolz. Die Tracht hat in den Großstädter nicht wirklich eine großer Bedeutung, außer in München. Da wird in Berlin lieber ein zerschnodderter Punk gesehen, als ein in Tracht gekleideter Bayer. Trachten, Foto: buro destruct_flickr
In Bayern ist die Tracht ein ganz anderes Thema. Der Bayer trägt seine Tracht mit Stolz und das seit sage und schreibe Jahrhunderten. Beeinflusst wurde sie von der spanischen Tracht, aber das darf man einem waschechten Bayer nicht erzählen. Für ihn ist die Tracht eine bayerische Tradition.
Doch woher kommt das Wort ‘Tracht’? Nun, Tracht kommt vom tragen und wurde als die ‘getragene’ Kleidung übersetzt. Eine Tracht kauft man nicht, eine Tracht fertig man selbst an. Und wenn man das Handwerk nicht beherrscht, so muss man sich jemanden aus dem Dorf suchen. Die Tracht hat überlieferte Muster und Regeln und wird in jeder Ortschaft anders getragen. Will man seinem ‘Clan’ angehören, muss man sich an diese Regeln halten.
Diese Art der Kleidung gab es bereits im 16. Jahrhundert. Sie waren schwarz und weiß. Nach und nach wurden sie farbenfroher. Die typischen Stoffe kamen damals über die Säumersteige von den Slawen.
Ca. um 1850 zogen immer mehr Bürger vom Lande bürgerliche Kleidung an, so dass die Tradition nur noch am Sonntag ausgepackt wurde.
In den letzten Jahren erfreut sich die Tracht eines Comebacks. Nicht nur zur Wiesnzeit wird die Tracht aus dem Schrank geholt, auch während des Jahres ist es eine gerngesehene Kleidung im Süden Deutschlands. Es ist eine Zeichen der Liebe und Treue zur Heimat. Und genau das ist es, was in den letzten Jahren immer beliebter wird. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Zeiten sehnen sich viele Menschen nach Geborgenheit und einem Zufluchtsort. Diesen finden sie in ihrer Heimat, die sie hochhalten.